EN 16931
Die europäische semantische Norm bildet den gemeinsamen fachlichen Kern. Sie beschreibt, welche Rechnungsinformationen strukturiert abgebildet werden.
Am besten entsteht sie dort, wo Rechnungsdaten ohnehin vorhanden sind: direkt in der Warenwirtschaft. Dann werden XML, PDF, Versand und Validierung Teil des normalen Ablaufs.
<Invoice>
<Buyer>…</Buyer>
<Lines>…</Lines>
<TaxTotal>…</TaxTotal>
<PayableAmount>…</PayableAmount>
</Invoice>Eine Warenwirtschaft kennt bereits Kunden, Positionen, Mengen, Preise, Steuern, Zahlungsbedingungen und Summen. Genau aus diesen Daten sollte die strukturierte E-Rechnung erzeugt werden.
Die Herausforderung liegt weniger im XML selbst als in vollständigen und konsistenten Rechnungsdaten: korrekte Identifikatoren, Steuerangaben, Einheiten, Zahlungsinformationen und länderspezifische Regeln.
Die europäische semantische Norm bildet den gemeinsamen fachlichen Kern. Sie beschreibt, welche Rechnungsinformationen strukturiert abgebildet werden.
Deutsche CIUS der EN 16931 in UBL-Syntax. Besonders im öffentlichen Umfeld und für automatisierte Verarbeitung verbreitet.
Die gleiche fachliche XRechnungs-Welt kann auch auf UN/CEFACT CII basieren. Syntax und technischer Aufbau unterscheiden sich von UBL.
Hybrides Format: lesbares PDF/A-3 plus eingebettete strukturierte XML-Daten. FeRD veröffentlicht aktuell ZUGFeRD 2.5.2.
Peppol verbindet Dokumentregeln mit einem standardisierten Netzwerk für den grenzüberschreitenden elektronischen Austausch.
Eine XRechnung kann als Datei übertragen werden oder über ein Netzwerk wie Peppol laufen. Dateiformat und Übertragungsweg sind zwei verschiedene Ebenen.
Aktuelle Referenzen: FeRD, XStandards Einkauf und OpenPeppol.
Die normalen Rechnungsdaten entstehen wie bisher aus Auftrag, Lieferschein oder Faktura.
Die Warenwirtschaft bildet die Daten auf XRechnung, ZUGFeRD oder ein anderes Profil ab.
Syntax, Geschäftsregeln und profilspezifische Anforderungen werden geprüft.
Datei, Portal, SFTP oder Peppol – abhängig vom Empfänger und Prozess.
Validatoren prüfen häufig mehrere Ebenen gleichzeitig. Deshalb ist ein Ergebnis mit Hinweisen nicht automatisch ein Fehlschlag.
Eine zwingende Regel ist verletzt. Ursache prüfen und Rechnung korrigieren.
Ein Sachverhalt ist auffällig oder kann zu Problemen führen. Kontext prüfen.
Kann die Qualität oder Kompatibilität verbessern, ist aber nicht automatisch eine Muss-Regel.
Steuercodes, Steuerbefreiungen und Begründungen müssen fachlich zusammenpassen.
Freitext wie „Stück“ reicht in strukturierten Rechnungen nicht immer; standardisierte Codes sind entscheidend.
USt-ID, Leitweg-ID, Peppol-ID, SIRET oder Routing-Codes können je nach Empfänger und Land relevant sein.
Positionswerte, Zu-/Abschläge, Steuerbasis und Zahlbetrag müssen rechnerisch exakt konsistent sein.
Zahlungsart, IBAN, Fälligkeit und Referenzen müssen zum gewählten Prozess passen.
Technisch gültig bedeutet nicht automatisch, dass genau dieses Profil vom Empfänger erwartet wird.
Venalis erzeugt elektronische Rechnungen aus den vorhandenen Rechnungsdaten und verbindet sie mit dem normalen Faktura-Ablauf. So bleibt die E-Rechnung Teil der Warenwirtschaft statt eines separaten Arbeitsschritts.

Nein. Für die strukturierte E-Rechnung müssen die Rechnungsdaten maschinenlesbar vorliegen. Eine reine PDF-Datei erfüllt das nicht.
ZUGFeRD verbindet eine visuell lesbare PDF/A-3-Datei mit eingebetteten strukturierten XML-Daten und kann dadurch sowohl Menschen als auch Software bedienen.
Peppol ist vor allem ein standardisiertes Netzwerk- und Regelwerk für den elektronischen Dokumentenaustausch. Peppol BIS Billing beschreibt dabei Regeln für Rechnungen und Gutschriften.
Nein. Warnungen oder Empfehlungen sind anders zu bewerten als echte Fehler. Entscheidend ist, welche Regel verletzt oder empfohlen wird und welches Profil der Empfänger erwartet.